Etappe 4: Durch das Val d‘Orcia ans Meer nach San Vicenzo

Die nächste Elektro-Etappe teilen wir auf mehrere Tage auf. Es liegen 422  Kilometer vor uns, die uns von San Miniato durch das Val d‘Orcia bis an die etruskische Küste südlich von Livorno führen werden. Wir sind auf Fotosafari und wollen neben den klassischen Toskana-Postkartenmotiven viele ikonische Stellen finden, die aus dem Film „Gladiator“ mit Russell Crowe bekannt sind.

Über die Versorgung mit Strom für Laura machen wir uns mittlerweile keine Gedanken mehr, zu gut ist die Versorgung mit Ladesäulen. Die Power reicht von 11kw bis 300kw. Wir hatten hierfür die Enel-App heruntergeladen und das jederzeit kündbare Monats-Abo für 4€ abgeschlossen. Läuft.

Der erste Stop ist im „Manhattans der Toskana“, in San Gimignano. Wegen des nicht so schönen Wetters ist wenig los und wir können die mittelalterliche Stadt (fast) alleine genießen. Nach einem Pestausbruch im 16. Jahrhundert beschloss die Herrscherfamilie der Medici, dass nichts mehr in San Gimignano investiert wird. Und so blieb der Ort bis heute unverändert und empfängt seine Besucher als fast reinrassiges, spätgotisches Kleinod.

Tags darauf steuern wir Laura nach Siena. Der Eindruck ist nochmal größer als in San Gimignano. Unsere Laura-Skoda bekommt davon aber nichts mit: Sie steht in einem Parkhaus vor den Toren der Stadt.

Die Tour geht weiter über Regional- und Provinzstraßen nach Süden. Das Ziel sind diverse Motive aus dem „Gladiator“-Film mit Zypressenalleen und alten Gutshöfen in Richtung Val d‘Orcia. Hier kommt uns der kleine Wendekreis und der agile Elektromotor des Skoda Enyaq zu Gute. Die engen und steilen Kurven meistert Laura ohne Probleme und Anstrengung. Ein Fahrspaß fast wie beim Motorradfahren. Wir übernachten in Montepulciano und in Montacino. 

Eines muss dann doch über die Ladeinfrastruktur gesagt werden: Es gibt fast auf jedem öffentlichen Parkplatz die Möglichkeit zum Laden. Aber: Meist nur eine oder zwei Säulen mit maximal zwei Ladepunkten. Was jetzt in der Nebensaison für uns kein Problem darstellt, kann aber in der Hauptsaison dann doch hakelig werden, wenn alle Punkte belegt sind. Glücklicherweise hat die Enel-App aber eine „Reservierungsfunktion“ für Ladesäulen, die man ansteuern möchte. Ob das aber auch funktioniert, mussten wir aber nicht testen.

Die letzte Etappe führt uns über das Kloster San Galgano nach San Vicenzo ans Meer. Hier bleiben wir nun für ein paar Tage, bevor es über Trento zurück nach Landsberg gehen wird.

Hier noch ein paar Fahrdaten: Die Reichweite ist größer geworden und beträgt nun bei beständigen Temperaturen über 10 Grad und der moderaten Fahrweise auf den kleinen Nebenstraßen fast 400 Kilometer. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert